Samstag, 29. Dezember 2012

One Direction meets Sebastian Wurth Teil 1

Katharinas Sicht:

Es gibt zwei Arten von Freunden: Die einen sind käuflich, die anderen sind unbezahlbar.  -(Autor unbekannt)
 
Dieser Satz ging mir immer wieder durch den Kopf, da ich an meine beste Freundin Alisa denken musste, die ich seit einer Weile nicht mehr gesehen hatte. Für mich war sie einfach unbezahlbar. Sie war die beste Freundin, die man sich wünschen konnte. Wenn auch zwei Jahre älter, oder vielleicht auch genau deswegen, verstand sie mich bei allem. Wenn ich Probleme hatte, konnte ich immer zu ihr kommen. Sie war gewissermaßen die große Schwester, die ich nie hatte. Wir hatten in letzter Zeit nicht viel Kontakt, da wir beide ein bisschen Freiraum gebraucht hatten. Wir hatten uns einfach zu viel gestritten.
 
*Flashback*
 
"Du hörst mir nie zu!", schrie ich ins Telefon. "Achja? Ist ja nicht so, dass ich immer, wirklich immer!, für dich da war, aber egal! Ich hör dir ja nie zu.", konterte sie. "Ich hab es seit Wochen nicht mehr erwähnt! Und sag ich einmal nur ein Sterbenswörtchen darüber, gehts gleich: 'Boaaah, hör doch endlich mal mit diesem Kack auf! Du redest ja von nix anderem mehr!'" "Mich interessiert One Direction eben nicht! Des sind einfach nur so kleine Milchbubis, die nichts draufhaben." "Ach, aber Sebastian Wurth ist besser?!" "Also, wenn du mir schon so kommst. Sowas muss ich mir echt nicht geben!!" Mit diesen Worten hatte sie aufgelegt.
 
*Flashback Ende*
 
Ich verwarf kopfschüttelnd den Gedanken an dieses Gespräch und stand auf. Ich war wirklich ein 'Directioner' (so nennen sich die One-Direction-Fans). Mal abgesehen von den unzähligen Postern an meiner Wand und der durchgehenden Musik war ich ein ganz normales Teenager-Mädchen. 14 Jahre alt. Etwas kleiner als der Durchschnitt. Dünn. Egal wie viel ich aß, ich wurde nicht dicker. Naja, manchmal war es etwas Gutes, manchmal genau das Gegenteil. "Katharina? Kommst du bitte? Wir essen!" Ich rollte genervt mit den Augenund tat, was mir befohlen wurde. Ich setzte mich an einen Stuhl und fragte: "Was gibts denn Gutes?" "Ich hab Lasagne gemacht." Lasagne. So viele Gerichte auf dieser Welt, und sie macht ausgerechnet Lasagne. Ich war kein Lasagne-Fan. "Oh, cool. Lecker.", antwortete ich mit einem gefakten Lächeln. Dann häufte ich mir ein Stück auf und begann, es aufzuessen. "Und? Hast du morgen was vor?", fragte meine Mutter. Siet wann interessierte sie sich denn dafür? "Öhm...lernen, weil wir bald Schulaufgabe schreiben, lesen, und jaaaah das wars. Wieso?" "Dass heißt dann, du bist den ganzen Tag daheim?", sie ignorierte meine Frage einfach. "Ja, bin ich. Wieso?" Wieder das Gleiche. "Okay, dann kannst du mir ja helfen." "Helfen bei....?" "Kochen. Morgen kommt Besuch und wir müssen noch einen Kuchen backen und dann halt was Gutes zum Essen machen." "Wer kommt denn?" Wieder überging sie meine Frage, indem sie einfach aufstand und ihren leeren Teller in die Spülmaschine stellte. Dann kam sie zurück und fragte: "Willst du noch was von der Lasagne?" "Nein, danke." Sie räumte auch das weg und ich tat es ihr mit meinem Teller gleich.
 
*Nächster Tag*
 
Besuch war gut. Eine Party war vielleicht der bessere Begriff. Meine Mutter hatte mich gestern allen Ernstes noch dazu genötigt, sechs verschiedene Kuchen zu backen und heute musste ich nochmal Tonnen an Essen kochen. Es waren schon, ich glaube, 20 Gäste da. Ich fragte mich, wie viele wohl noch kommen würden. Da klingelte es wieder. Ich öffnete die Tür und sah in ein mir wohlbekanntes Gesicht.

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